Das Druidische
Ich werde immer wieder gefragt, was denn das Besondere am Wyda sei. Die Frage nach dem Besonderen, bringt mich zum Wesentlichen. Was ist das Wesentliche?

Für mich ist es der druidische Ansatz. Der Weg der unmittelbaren Erkenntnis durch die energetischen Resonanzsignaturen des Lebendigen.
Doch zuallererst: Wer waren die Druiden?
Die Druiden waren die Weißheitsträger der keltischen Kultur, vergleichbar mit den Brahmanen Indiens. Das Wort Druide ist zurückzuführen auf das altkeltische Wort Druwides. Gemäß den Forschungen des Kulturanthropologen Wolf-Dieter Storl entstammt die Vorsilbe der indogermanischen Wurzel "dru", welche mit dem Englischen "true", oder "tree" (=Baum) oder auch im Deutschen "Treue" verwandt ist.
Die zweite Silbe "wid" findet eine sprachliche Verwandtschaft in den Wörtern wie "Wissen", "weise" oder "Vision". Aber auch im "Wald". So verbindet die Bedeutung des Walisischen "wydd" = den "Wald" mit "Wissen" und "Weißheit". Der weiße Mann im Wald ist somit der "darwydd", der Druide, der Waldweiße.
Gemäß den Aufzeichnungen interessierter Römer lebten und lernten die Druiden Jahre und sogar jahrzehntelang unmittelbar in und mit der Natur. Diese dort erlangten Erfahrungswelten dürften sich jedoch für die Römer wohl nicht mehr in der selben Art und Weise erschlossen haben, weshalb es eher schwierig ist, anhand der Aufzeichnungen römischer Beobachter "dem Druidischen" näher zu kommen. Und damit meine ich dem Wissen, welches sich nicht in Wörtern findet, oder der Beschreibung rein physischer Handlungen , sondern dem im Wort und den zwischen den Wörtern schwingenden Impulsen.
Und das ist das auch die größte Herausforderung der Wiederentdeckung unserer europäischen, indigenen Wurzeln.
Dass es kaum durchgehend lebendig erhaltene menschliche Übertragung gibt und viele Aufzeichnungen von anderen Kulturmenschen mit anderem Geiste erstellt wurden.
Wenn die Druiden nicht nur in und mit der Natur lebten, sondern sich sogar als Natur erfuhren, dann ist die lebendige Übertragung spirituellen Wissens und Weißheit nicht über Bücher und über die Ratio zu lernen, sondern über das unmittelbare Erfahren des schwingenden Impulses, der eindeutigen energetischen Signatur, welche in Allem schwingt und immer wie ein offenes Buch darliegt.
Begeben wir uns auf den Pfad der unmittelbaren Erfahrung des Lebendigen als Resonanz in uns, dann ist das für mich der Druidische Weg.
Wir öffnen unser Herzenstore, lassen uns berühren von den Wesen der uns umgebenden Welt und tauchen ein in die "Unio Mystica", der Einheitserfahrung mit dem Lebendigen.
So entdecken wir die großen Hüter der vier Jahreszeiten: Frühling, Sommer, Herbst und Winter, des großen Zyklus, der sich als Ebenbild auf alle anderen Zeitlinien übertragen lässt. Wir erfahren die Polarität nicht als Yin und Yang, oder Shiva und Shakti, sondern als das Urmännliche und das Urweibliche, als Kraftpole in Allem.
Und die Krafttiere sind nicht der Tiger oder der Schakal, sondern Tiere, die uns schon seit Jahrhunderten begleiten, mit denen wir eine tiefe kulturgeschichtliche Verbindung entwickelten, so wie mit dem Wolf, dem Bär, dem Hahn, der Eule, oder dem Wildschwein. (Während ich diese Zeilen schreibe, ziehen über das Haus die Kraniche gen Süden. Auch der Kranich ist ein besonderes Krafttier unseres Kulturkreises).
Hier dürfen wir das Gespräch wieder lernen, uns neugierig dem Wispern des Windes (den Sylphen) öffnen und vertrauen schenken, in die eigene ganz subjektive innere Berührung und Empfindung.
Das WYDA ist eine Praktik, die uns auf unserem druidischen Weg begleitet, die eigenen Wahrnehmungspforten zu reinigen, damit wir wieder klarer die Lebendigkeit in Allem erkennen und ihre resonante Botschaft in uns, in unserem Herzen für wahr nehmen können. Diese Erkenntnis können wir dann als Dank wiederum den Naturwesen zurück geben. Unsere innere Sonne verbindet sich dann mit den Sonnen der lebendiger Wesen und das Leben wird zu einem Fest der Freude. Die Natur ist dabei unser großer Lehrmeister.
