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Sei eine Vase

  • Manuel
  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

mit den täglichen Wydaübungen kommt mir das Bild einer Vase vor Augen. Einer kristallklaren Vase, welche wir sind. Mit den Übungen polieren wir diese Vase, damit das Licht in all seinen Farben durch uns in die Welt scheinen kann.



Wir können uns durchaus als Vase betrachten. Wir bilden eine Form, die in ihrer Besonderheit innen leer ist, einen Raum bildet. Ihre Aufgabe ist es, aufzunehmen um das Aufgenommene durch die kristallklare Schicht scheinen zu lassen.


Wenn wir uns in den Übungen den hohen Energien wie Freude, Dankbarkeit, Erdverbindung und Klarheit öffnen, dann polieren wir diese Vase, lassen die Energien in uns einströmen und mit uns in Resonanz gehen. Sie bekommen dank der kristallinen Struktur einen sichtbaren Ausdruck in unsere Welt. Was für eine Freude, für die Freude, die sich freut, wenn wir uns freuen, weil sie sich somit auf der Erde ausdrücken kann in allen Facetten der schier unendlichen Freudmöglichkeiten :-)


Es sind im Endeffekt nicht wir, es ist die Freude, welche sich durch uns ausdrückt. Wir geben dem lebendigen Wesen der Freude nur den Raum dazu. Für mich ist das ein ganz demütiges Bild, denn in all des Selbstoptimierungswahns, des Mannifestationskults und der übernatürlichen Bestrebungen mancher "Longevity" Menschen bewahrt mich dieses Bild in Dankbarkeit vor der Heiligkeit von Kräften, die ich als Mensch nur ansatzweise begreifen kann.


Dieses "nur" den Raum dazu geben, das Polieren unserer kristallinen Vase, ist die eigentliche Praxis. Mag es vielleicht recht passiv erscheinen, verlangt die Praxis natürlich unsere aktive und regelmäßige Hinwendung. So wird es (in unterschiedlichen Nuancen) in den verschiedenen Weißheitsströmungen der Welt gelehrt, im Pfad der acht Glieder des indischen Yogas, in den Facetten des Buddhismus, von christlichen Mystikern und so nehme ich auch das Wirken der Wydapraxis war.




 
 
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